Seuil – „Chamealeonidae“ (Welcome To Masomenos)

Nach diversen Releases auf Moon Harbour, Raum…Musik oder Freak’n’Chic kommt nun Seuil’s Debütalbum auf Welcome To Masomenos. Und mit Chamealeonidae ist ihm eine echte Eiche von einem Album gelungen, das so stoisch seinem ganz eigenen, deepen Houseentwurf nachgeht, dass man es dafür einfach lieben muss. Insgesamt 10 entspannt floatende Tracks, die in einem Liveset-ähnlichem Fluss Seuil’s Interpretation von Groove und Deepness ausbreiten. House im Schwebezustand, zwischen entrückter Repetition, leichtfüssigem Jazz und subtilen Detroiteinflüssen. Während „Origine“ oder „Interlune 2“ fast schon Ambient-artig dahinschweben und in ihrer entspannt souligen Detroitigkeit an Metamatics/Norken-Tracks erinnern, beackern Stücke wie „Saxy Back“ oder „Interlune 1“ das jazzigere Ende des Spektrums, das in seltenen Faellen, wie z.B. „Rue Sainte Marie“, auch mal ganz klassisch an eine mehr auf Rhythmus und weniger auf Muckertum basierende Variante von St Germain erinnern kann. Ansonsten berufen sich die meisten Tracks hier ausschliesslich auf die Seuil-eigene Kombination aus perkussiven Rhythmen und absoluter Deepness, mit der schon seine 12“es zu viel Ruhm und Ehr gekommen sind. Das wirkt in seiner Untrendigkeit vielleicht manchmal etwas eigenbrötlerisch, ist aber angenehm unaufgeregt, absolut hyperesistent und funktioniert vor allem sowohl im Club als auch zu Hause ganz hervorragend. Und das wahrscheinlich auch noch in 10 Jahren. SD

(aus Groove No. 125)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s