M.A.N.D.Y. – „Body Language Volume 10“ (Get Physical/Rough Trade)

Mit der zehnten Ausgabe der Body Language Reihe kehrt Get Physical zu seinen Ursprüngen zurück und lässt Labelmitbetreiber M.A.N.D.Y. – die auch schon die erste Ausgabe besorgten – das Jubiläum mit einem stilsicheren Mix begehen. Philipp Jung und Patrick Bodmer haben ja nicht umsonst den Ruf, an den Decks Rampensäue vor dem Herrn zu sein, was sie ja nicht nur regelmässig im Club sondern auch mit diversen Mix-Compilations (z. B. At The Controls, Fabric38) untermauern. Unbedingte Party wurde hier schon immer gross geschrieben, da überrascht es fast, dass sich die Body Language 10 nicht auf die ganz grossen Hits verlässt, sondern durch einen geschmackvoll, subtilen Mix überzeugt, der durchaus auch leise Töne anschlägt und gerade dann überzeugt, wie zum Beispiel beim heruntergepitchten „Space is only Noise if you can see“ von Nicolas Jaar, was auch für einen der Glanzmomente des Mixes sorgt. Klar, ein paar der üblichen Verdächtigen finden sich mit Extrawelt, Koze oder Patrice Baeumel, aber langweilig wird es dabei trotzdem nie. Sehr fein auch der Carl Craig-Edit von Ramadanman & Applebims „Void 23“. Und mit dem funktional, Clap-dominierten Dub-House von „Home“ beweisen M.A.N.D.Y. gemeinsam mit Booka Shade, dass sie natürlich auch als Produzent immer die Tanzfläche im Visier haben. M.A.N.D.Y. erfinden hier ganz sicher nicht das Rad neu, sondern machen einfach das was sie am besten können: die Tanzflaeche rocken. SD

(aus Groove No. 130)

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