Alex Priestley & Giles Smith – „10 Years of Secretsundaze“ (Secretsundaze)

Secretsundaze ist eine Londoner Institution und als solches natürlich auch schon lange nicht mehr wirklich „secret“. Gestartet in 2002 als noch eher unscheinbarer Versuch, qualitativ hochwertige Tanzmusik in luftigen Outdoor-Locations den Londoner Superclubs entgegenzusetzen, wurden aus wenigen Hundert Anhängern schnell Tausende und das Ganze entwickelte sich zum Selbstläufer, inklusive weltweiter Gigs und angeschlossenem Plattenlabel. Alex Priestley und Giles Smith waren von Anfang an mit dabei und stellen sich natürlich, genauso wie auch für die ersten beiden Compilations, höchst selbst hinter die Regler, um zum zehnten Geburtstag aufzuspielen. Priestley startet auf der ersten CD mit warmen und zurückgelehnten House-Tracks von Marcus Intalex oder Rootstrax, um dann mit Recloose (toll: „Ain’t changin“), warmem Detroitsound von Steffi oder Metope und Beatakrobatik von Jimmy Edgar (Xdistrict’s – „Color Correction“ im Losoul Remix) das Tempo anzuziehen. Smith, der ja auch gemeinsam mit Martin Dawson als Two Armadillos produziert, sucht ähnlich wie Priestley den Gral in der Tiefe, aber geht sein Set aus einer etwas technoideren Perpektive an, mit Tracks von Anthony Shakir, Dinky oder Marshall Jefferson, die aber trotzdem nie aufgeregt nach vorne Preschen, sondern immer eine entspannte Deep House-Attitüde ausstrahlen. Da gibt es zwar nicht wirklich etwas auszusetzen, aber leider auch kaum wirkliche Überraschungen. SD

(aus Groove No. 132)

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