Danny Howells – „Balance 24“ (Balance)

balance24

Danny Howells ist in manchen, wahrscheinlich vornehmlich britischen bzw. US-amerikanischen Kreisen durchaus eine feste Größe und mit Residencies in Läden wie z.B. dem New Yorker Twilo und weltweiten Bookings, ist das wohl auch durchaus verdient. Neben seinen eigenen Releases (z.B. auf seinem eigenen Dig Deeper Label) gab es auch schon eine Reihe Mixes, unter denen sich dann auch schon mal so etwas wie eine „Ministry Presents… Tech Trance“-Compilation befindet. Ein Mann also, der auch gerne mal die großen Massen bedient, aber sein Handwerk durchaus versteht. Gemischte Gefühle und Erwartungen im Vorfeld also, beim Anhören der bereits 24. Ausgabe der Balance-Reihe. Letztere steht seit jeher für besonders gut geölte Sets, die sich i.d.R. über 2-3 CDs ausbreiten und meist durch sehr durchdachte und zugleich geschmackssichere Massenkompatibilität im besten Sinne glänzen. Ähnlich auch auf den 2 CDs, die Howells hier vorlegt. Balance 24 kommt mit einem ziemlich globalen, funktional melodiösen Sound daher, der sich in fast jedem Club oder jeder Halle wohlfühlt und mit reichlich Hang zu Drama und Melodie nie so recht zwischen House, Techno, Disco und Trance unterscheiden will und dabei doch immer das nötige Quentchen Deepness mitbringt. The Mole, Kink, Michael Mayer und Axel Boman fügen sich hier genauso ins Bild wie Will Saul, Four Tet (Lion im Jamie XX Remix) oder Prins Thomas. Damit kriegt Howells dann auch immer die Kurve in eben jene Richtung, in der man sich eben nicht fremdschämen, sondern einfach mal in Flächen und Hooks aalen möchte. Und das machen wir ja alle doch ganz gerne. SD

(aus Groove No. 146)

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