Stereociti – „Lost Land“ (Mojuba)

Ken Sumitani scheint eine ganz persönliche Bindung zu Don Williams‘ Mojuba Label zu haben, hatte er mit „Kawasaki“ doch nicht nur das erste Mojuba-Künstleralbum verantwortet, sondern auch im Grunde fast alle seiner Releases dem Label anvertraut. Lost Land ist nun das zweite Album des Japaners und knüpft genau da an, wo Kawasaki aufhörte: zwischen Deep House, Dub und mal ambientem („Moon Skin“), mal bouncendem Dub Techno („Perception“) lotet Sumitani hier ein breites Spektrum deeper Clubmusik aus. die in den glitzerndsten Momenten auch mal in Richtung Environscher Post-Disco schielt („Rouse Out“, „Initial Assumption“). Disruptives Potential läßt sich den zehn Tracks nur schwer zuschreiben, die ganz sicher das Rad nicht neu erfinden, sondern sich damit begnügen, bestehende Standards in ihrer Tiefe auszuloten. Fortschritt kommt hier nicht mit dem Holzhammer um die Ecke, sondern findet sich eher ganz bodenständig und inkrementell in den granularen Details, speziell durch die Genre-übergreifende Verbindung von Stilmitteln und Elementen. Das funktioniert auf der Track-Ebene und macht in der durchdachten Reihenfolge auch auf Albumlänge Sinn, ohne dabei grossartige Wellen machen zu müssen oder sich sonstwie anzubiedern. SD

(aus Groove No. 158)

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