Kasper Bjørke – „Fountain of Youth“ (HFN Music)

Kasper Bjørkes Alben standen bisher meist eher im Zeichen von Songwriting mit etwas Dance-Untermalung und wurden i.d.R. erst durch Remixes und Edits so richtig für den Dancefloor erkannt. Fountain of Youth verschiebt das Gleichgewicht nun mehr in Richtung Dance-Tracks mit Songwriter-Qualitäte und stellt das juvenile Tanzbedürfnis wieder mehr ins Zentrum der Songs. Die veredelnten Dance-Remixes gibt es natürlich auch wieder, so z.B. bereits zwei sehr schöne Remixes vom Album-Opener „Cloud 9“ von Gerd Janson und Weval, die sich leider nicht auf dem Album finden. Den Weg auf den Dancefloor findet der Däne hier aber auch durchaus selbst und lässt auf allen Tracks die 4/4 Beats aufspielen, gemeinsam mit old-schooligen Sounds zwischen quietschigem Italo-Rave („Klint“), verträumt balearischem Deep House („Rays“) oder Reminiszenzen an seine liebste Stadt in Deutschland („Köln“). Ob das jetzt House mit Songcharakter oder vice versa ist, läßt sich auf die schnelle nicht so genau sagen, spielt aber auch keine Rolle, da so das Ganze auch auf Albumlänge charmant und kurzweilig bleibt. Und für den kompromisslosen Clubeinsatz gibt es dann ja noch immer die Edits und Remixes, auf die viele der Tracks des Albums schon jetzt Lust machen. SD

(aus Groove No. 161)

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